Dunkelhaarige Frau mit Sonnenbrille vor einer dunkelblauen Wand mit Smartphone in der Hand

Consorsbank Finanz-News

Das aktuelle Marktgeschehen im Blick

Wer sich an den Finanzmärkten auskennt, kann mehr aus seinem Geld machen. Das gilt für die gesamte Palette der Geldanlage – vom risikoarmen Tagesgeld bis hin zu riskanten Anlagestrategien. Bleiben Sie deshalb für all Ihre Finanzentscheidungen mit uns am Puls der Wirtschaft. Denn gut informiert entscheiden Sie besser.

Marktlage aktuell

Dienstag, 01.09.2026
von Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank

 

DAX: Ausverkauf bei Anleihen geht weiter

Wir sehen auf dem Parkett in Frankfurt gerade ein hohes Maß an Unsicherheit, was das Treiben an den weltweiten Anleihemärkten anbelangt. Die Querelen am Anleihemarkt sind nicht ausgestanden. Die Rekord-Rally im DAX wurde von einer weltweiten Verkaufswelle bei Staatsanleihen abrupt gestoppt. Deutschland wird doppelt getroffen, da die Renditen ungleich zu den USA auch am langen Ende ruckartig steigen. 

 

Leere Gasspeicher und teures Gas

Steigen die Renditen ruckartig weiter, kann sich daraus schnell eine Situation entwickeln, in der sich die schlechte Stimmung vom Anleihemarkt auf Aktien überträgt. Die deutsche Situation wird dadurch erschwert, dass unterdurchschnittlich gefüllte Gasspeicher mit einem Anstieg der europäischen Gaspreise auf ein neues Jahreshoch zusammentreffen. Das Wiederauffüllen der Gasspeicher wird also teuer – die Angst vor der nächsten Heizkostenabrechnung wächst.

 

Zinsdruck nimmt zu

Langsam setzt sich bei den Anlegern die Erkenntnis durch, dass bei der Zinsanpassung noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Wir sehen eine weltweite Anpassung des Zinsniveaus. Die ungelöste Frage des freien Seeverkehrs durch die Straße von Hormus nach neuen Anfeindungen im Irankonflikt sowie Hinweise der amerikanischen Notenbank auf eine straffere Geldpolitik haben eine Verkaufswelle befeuert, die noch in der vergangenen Woche als vorläufig eingefangen galt.

 

Ein Mann mit braunen Haaren den man Oberkörper aufwärts abgebildet sieht, trägt einen dunkelblauen Anzug mit dunkler Krawatte und lächelt in die Kamera
Ein Mann mit braunen Haaren den man Oberkörper aufwärts abgebildet sieht, trägt einen dunkelblauen Anzug mit dunkler Krawatte und lächelt in die Kamera

Jochen Stanzl ist Chefmarktanalyst der Consorsbank.

Zuvor war er zehn Jahre lang bei einem Broker in Frankfurt tätig und ist Mitgründer der stock3 AG, deren Aufsichtsratsmitglied er bis heute ist. Für die Kunden der Consorsbank teilt er seit November 2025 seine Börsenerfahrung von fast einem Vierteljahrhundert. 

Rechtliche Hinweise

Bei diesen Informationen handelt es sich um Marketingmitteilungen. Sie dienen nur der Information und Unterstützung. Sie stellen deshalb insbesondere keine auf Ihre individuellen Bedürfnisse ausgerichteten Empfehlungen zum Kaufen, Halten oder Verkaufen eines Finanzprodukts dar und begründen auch kein individuelles Beratungs- oder Auskunftsverhältnis. Sie sind ferner nicht als Rechts-, Steuer- oder sonstige Beratung gedacht. Diese Informationen ersetzen keinesfalls eine persönliche Beratung. Bedienen Sie sich bitte auch ergänzend der «Basisinformationen über Vermögensanlagen in Wertpapieren». Diese sind über den Bankverlag, Postfach 450209 in 50877 Köln erhältlich. Die hier preisgegebenen Informationen enthalten nicht alle für ein von Ihnen eventuell angestrebtes Investment erforderlichen bzw. aktuellen Informationen. Je nach Ihren persönlichen Anlagewünschen und der individuellen Risikobereitschaft können für Sie andere Produkte und Dienstleistungen besser geeignet sein.Alle Angaben wurden sorgfältig recherchiert und zusammengestellt. Soweit in dieser Publikation enthaltene Information auf Angaben und Grafiken externer Quellen beruhen, verwenden wir selbstverständlich nur solche Quellen, die wir als zuverlässig erachtet haben. Eine Gewähr für ihre Richtigkeit und/oder Vollständigkeit kann aber nicht übernommen werden.Für alle Finanzprodukte gilt: Frühere Wertentwicklungen, Simulationen und Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Eine hohe Inflationsrate kann den Wert zukünftiger Erträge oder Rückzahlungsbeträge in Bezug auf Finanzprodukte verringern.

Anbieter:
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Der Spätsommer an der Börse könnte turbulent werden!

Ein Ausblick von Consorsbank Chefanalyst Jochen Stanzl auf eine bewegte Börsenphase – und welche Möglichkeiten und Herausforderungen sie für Anleger bereithält.

Es sind große Begriffe wie Zeitenwende, NATO-Ziel, Drohnenkrieg und Sondervermögen – aber trotzdem fallen die Kurse im Rüstungssektor. Auch KI ist kein Garant mehr für Kursgewinne. Beide Entwicklungen sind verwandt und deuten auf einen potenziell ruppigen Spätsommer an der Börse hin.

Denn beide Entwicklungen haben dieselbe Ursache: Anleger haben Aktien aus den Sektoren Rüstung und KI gekauft, ohne kritische Fragen zu stellen. Das ging gut, solange die Kurse stiegen. Jetzt ist Sand im Getriebe der Kursentwicklung, und die Fragen werden lauter.

Dabei geht es ursächlich nicht unbedingt um die tatsächliche wirtschaftliche Entwicklung. Die Industriezweige Rüstung und KI werden sich voraussichtlich weiterhin stark entwickeln. Was sich verändert hat, ist die Anlegerstimmung. Die Kurse steigen an der Börse immer so weit, bis die Erwartungen den tatsächlichen Entwicklungen ungefähr entsprechen.

An diesem Punkt fangen die Anleger dann an, zunehmend kritische Fragen zu stellen. Einfach nur die Erwartungen zu erfüllen, scheint dann zu wenig. Nur ein sehr positiver Soll-Ist-Abgleich in den Bilanzen zählt. Aber auch nur, wenn die Anleger selbst im Geschäftsausblick kein sprichwörtliches Haar in der Suppe finden.

Aus einem steilen Kursanstieg kann auf diesem Weg eine Seitwärtsbewegung werden, oft begleitet von hohen Kursschwankungen. Auch eine Korrektur ist dann nicht mehr ausgeschlossen, wenn die hoch gesteckten Erwartungen nicht erfüllt werden.

Zum Hinterfragen hoher Bewertungen gehört auch der Ausblick auf die Zinsen für den Rest des Jahres. Ob die Zentralbanken die Leitzinsen erneut anheben, ist von der weiteren Entwicklung der Inflation abhängig. Zweitrundeneffekte, also erneute Preissteigerungen, lassen sich wegen der gestiegenen Energiepreise als Folge der Irankrise nicht ausschließen. Werden die Zinsen weiter angehoben, verringern sie den heutigen Wert zukünftiger Unternehmensgewinne und treffen daher insbesondere Wachstumsaktien, deren Erträge überwiegend in der Zukunft erwartet werden.

Die Anleger müssen nun also abwägen: Haben die großen Indizes MSCI World oder FTSE All World, die seit Jahresbeginn bereits prozentual zweistellig angestiegen sind, schon genug Fantasie eingepreist? Oder könnten die anstehenden Börsengänge von Anthropic und den chinesischen Konkurrenten DeepSeek und Moonshot vielleicht neuen Schwung an die Börse bringen?

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Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Das Bild zeigt eine Person mit langen, dunklen Haaren, die ein ärmelloses, graues Oberteil trägt und ein Smartphone in den Händen hält. Im Hintergrund ist die Spiegelung eines mehrstöckigen Gebäudes an einer Glasfassade zu sehen. Die Szene spielt draußen bei Tageslicht.

Frauen investieren - und holen auf

Frauen investieren heute häufiger in Wertpapiere als noch vor wenigen Jahren. Dieser Trend wird besonders von jungen Anlegerinnen getrieben. Trotzdem bleibt ein deutlicher Vermögensunterschied zwischen Männern und Frauen. Unsere aktuelle Datenanalyse zeigt: Beim langfristigen Anlageerfolg liegen Frauen leicht vorn. Lesen Sie jetzt welche Strategien dabei besonders häufig zum Einsatz kommen und warum breite Streuung und ein strukturierter Ansatz entscheidend sein können.
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Riester war gestern: Das Altersvorsorgedepot macht private Vorsorge neu

Ab 2027 löst das Altersvorsorgedepot die Riester-Rente ab: mit höheren Zulagen, direkten ETF-Investitionen und mehr Flexibilität. Der Staat zahlt bis zu 540 Euro Grundzulage pro Jahr, Familien profitieren zusätzlich durch die Kinderzulage. 
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